Antikriegstag 2020

Auch dieses Jahr hat sich der Unterbezirk Dortmund an der Gedenkveranstaltung zum Antikriegstag beteiligt. Gemeinsam mit den Botschafter*innen der Erinnerung und der Theaterpädagogin Lisa Meusel haben wir eine szenische Lesung auf die Bühne gebracht. Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir uns mit dem Schicksal von Lena Muchina auseinandergesetzt. Ein sechzehn jähriges Mädchen, dass die Belagerung Leningrads durch die Wehrmacht überlebte und in ihrem Tagebuch festhielt. Aus ihrem Tagebuch wurden einzelne Passagen vorgetragen und dargestellt.

"Heute ist mein Feiertag, mein Geburtstag. Ich weiß noch, Aka hat an diesem Tag immer Kuchen und Brezeln gebacken. Wir saßen um den Tisch herum, haben Tee getrunken, haben mit Wein angestoßen. Auf dem Tisch waren immer Bonbons, Piroggen und manchmal Torte. An diesem Tag, vor allem in den letzten Jahren, hatten wir keine Gäste, aber wir haben zu dritt diesen Tag richtig schön gefeiert. Nein, ich werde den 21. November des Jahres 1941 niemals vergessen. Mein ganzes Leben lang werde ich mich an diesen Tag erinnern. Am 21. November 1942 werde ich, falls ich noch am Leben sein werde, an diesen Tag denken, während ich mir eine riesige Scheibe dunkles Brot abschneide und dick mit Butter bestreiche." (Aus "Lenas Tagebuch")

Die Veranstaltung wird jedes Jahr vom DGB Dortmund Hellweg, der Auslandsgesellschaft,  dem Förderverein Gedenkstätte Steinwache/Internationales Rombergparkkomitee, dem Jugendring Dortmund, SLADO und der Gedenkstätte Steinwache ausgerichtet.

Weitere Berichte und Impressionen:

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https://www.nordstadtblogger.de/gedenken-zum-antikriegstag-in-dortmund-nationalismus-und-populismus-bedrohen-die-multilaterale-weltordnung/

 

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